Lagarde-Nachfolge: Bulgarin Georgiewa soll IWF-Chefin werden

Die Bulgarin Kristalina Georgiewa soll nach dem Willen der Europäischen Union neue Präsidentin des Internationalen Währungsfonds (IWF) werden.

Georgiewa – bisher Geschäftsführerin der Weltbank-Institute IBRD und IDA – setzte sich am Freitag unter den Vertretern der 28 EU-Mitgliedsstaaten gegen den niederländischen Ex-Finanzminister und früheren Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem durch. Er gratulierte via Twitter.

Georgiewa habe die Unterstützung von 56 Prozent der Länder, die 57 Prozent der EU-Bevölkerung repräsentieren, erhalten, sagte ein EU-Diplomat. Damit soll die Bulgarin der Französin Christine Lagarde folgen, die neue Präsidentin derEuropäischen Zentralbank werden und das Amt im November antreten soll.

Der IWF wird traditionell von einem Europäer geleitet, die Schwesterorganisation Weltbank dagegen von einem US-Amerikaner.

Vor einer Woche hatten sich die Europäer auf fünf Kandidaten geeinigt, von denen aber drei zurückzogen, sodass nur noch Dijsselblom und Georgiewa zur Wahl antraten.