EU-Gericht: Fußballer Neymar erkämpft sich Markenrechte an seinem Namen zurück

Der brasilianische Fußballstar Neymar sorgte für den teuersten Spielertransfer der Geschichte, pro Jahr verdient er Millionen. Nun hat er vor dem EU-Gericht in Luxemburg erfolgreich die Markenrechte an seinem Namen zurück erstritten.

Ein Portugiese hatte sich 2013 die Markenrechte für „NEYMAR“ in der Europäischen Union für Kleidung, Schuhe und Kopfbedeckungen gesichert. Der Fußballprofi ging dagegen erfolgreich vor, das EU-Markenamt kam zu dem Schluss, dass der Portugiese den Ruf des Fußballers ausnutzen wollte.

Gericht: „Nicht vorstellbar“, Neymar nicht zu kennen

Gegen die Aberkennung des Markenschutzes für „NEYMAR“ klagte der Portugiese in Luxemburg. Das nun befindende EU-Gericht ist die untergeordnete Kammer des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und hat nun entschieden, dass der Mann bei der Anmeldung der Marke „bösgläubig gehandelt“ habe.

Neymar steht seit 2017 bei Paris Saint-Germain unter Vertrag. Durch seinen Wechsel zum französischen Meister für eine Ablösesumme in Höhe von 222 Millionen Euro wurde der Angreifer zum teuersten Fußballer der Geschichte.

Der Portugiese hatte argumentiert, dass Neymar erst später in Europa wirklich bekannt wurde. Er habe nicht gewusst, dass es sich bei ihm um ein aufstrebendes Fußballtalent handle. Bereits das Markenamt hinterfragte diese Argumentation jedoch, da er zeitgleich auch die Marke „IKER CASILLAS“ eingetragen habe – entsprechend dem Namen des spanischen Weltmeister-Torhüters von 2010.

Auch das EU-Gericht gab Neymar nun recht: Es sei „nicht vorstellbar“, dass der Mann „nichts von der Existenz des Fußballspielers wusste, als er die Marke „NEYMAR“ anmeldete“. Es spricht von einem Trittbrettfahrer, der das Ansehen des Fußballspielers ausnutzen wollte.

Aktenzeichen: T-795/17